Sonntag, 13. Mai 2018

„Black Zebra Cherry“, „Pink Akkordeon“, „Black Prince“, „Green Zebra“ – nein, es handelt sich nicht um die neuesten Marketing-Ideen der Spielzeugindustrie. Was sich hinter den exotischen Namen verbirgt, sind besondere Tomatensorten.

Die Tomate stammt aus den tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas. Als Christoph Kolumbus einige Pflanzen mit nach Europa brachte, waren sie zunächst nur für Botaniker und Pharmazeuten interessant. Die Europäer trauten sich nicht, die unbekannten Früchte zu essen, weil sie diese mit den giftigen Früchten der Kartoffeln in Verbindung brachten. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts hielt die Tomate Einzug in die europäische Küche.

Ursprünglich gab es mehr als 5.000 Sorten. Doch die Kommerzialisierung des Gemüseanbaus führt zur Reduzierung des Angebots.

Naturparkführerin Ulrike Schauff aus Sinntal hat rund 50 Sorten historischer Tomatensamen kultiviert, um die bunte Farb-, Form- und Geschmacksvielfalt des gesunden Gemüses zu erhalten.

Am Sonntag, 13. Mai bietet sie im „Schaufenster Spessart“ eine kleine Auswahl an besonderen Tomatenpflanzen zum Kauf an (1 Euro pro Stück). Darüber hinaus gibt sie gerne ihr Wissen zur Aufzucht und zur Pflege der Pflanzen an Interessierte weiter.

Das „Schaufenster Spessart“ ist zwischen 12 und 16 Uhr geöffnet. 

Bild: Pink Akkordeon, Ulrike Schauff